27.Tage der jüdisch- israelischen Kultur

Konzert in der Dreifaltigkeitskirche Holzhausen, Am Samstag, 9. November 2019, 19.00 Uhr, Eintritt: 10 Euro

Schpiel-she mir a Lidele in Jiddisch
Ein Abend mit jiddischen Liedern und Geschichten
Orge Zurawski - Gesang, Gitarre und Rezitation
Jens Sachse - Geige

Methusalem, das alte, gepeinigte Pferd, das gebundene Kälbchen auf dem Weg zum Schlachthof - „wärst besser ein Vogel geworden; wer Flügel hat, fliegt in die Höhe und ist niemandes Knecht“ -, Schmerl mit der Geige und Tevje mit dem Bass...
Es ist die Welt der kleinen ostjüdischen Gemeinden, die die Lieder dieses Abends besingen und von der die Geschichten, die Orge Zurawski rezitiert, erzählen.

Zurawski ist spätestens seit seiner Zeit als Leiter des AmVieh-Theaters Beulbar eine lebende Thüringer Legende. Er begann nach seinem Studium an der Weimarer Musikhochschule eine Laufbahn als Opernsänger, wirkte in Eisenach, Karl-Marx-Stadt und Halle, bevor er sich als freier Restaurator, Sänger und Theaterleiter selbständig machte. Begleitet wird er vom Weimarer Musiker Jens Sachse.

Dass und die jiddische Sprache so merkwürdig vertraut anmutet, erzählt eigentlich schon ein Stück jüdischer Geschichte, erzählt von Vertreibung aus den mittelalterlichen deutschen Landen gen Osten, erzählt von den in Jahrhunderten immer wiederkehrenden Pogromen und Ghettoisierungen in den Gastländern, vom Zusammengehörigkeitsgefühl als Pfand des Überlebens in einer feindlichen Welt.

„Die schlichten jiddischen Worte -
sie haben gebrannt im Feuer
mit unsern Vätern und Müttern.
Nun sind sie doppelt so teuer.
Mit ihnen geh ich durchs Leben
Bis hin zu der letzten Pforte
Und will sie in Lieder verwandeln,
Die schlichten jiddschen Worte.
(Mosche Schklar).

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